Lexikon
Affenarten in Mittel- und Südamerika
Die heimischen Affen Mittel- und Südamerikas gehören zu den Neuweltaffen. Ihre breite Nase mit seitlich gerichteten Nasenlöchern unterscheidet sie von den Altweltaffen Afrikas und Asiens. Viele leben überwiegend in Bäumen und sind auf zusammenhängende Wälder angewiesen. Die Gruppe umfasst sehr unterschiedliche Tiere: Kapuzineraffen erkunden ihre Umgebung mit geschickten Händen, Totenkopfaffen suchen beweglich nach Früchten und kleinen Beutetieren, und Brüllaffen sind für ihre weit hörbaren Rufe bekannt.
Klammeraffen und Wollaffen nutzen einen kräftigen Greifschwanz bei der Fortbewegung. Nicht jeder Neuweltaffe besitzt jedoch einen solchen Schwanz. Krallenaffen wie Weißbüscheläffchen, Tamarine und das Zwergseidenäffchen haben andere Anpassungen. Sie können sich an Stämmen und dünnen Ästen festhalten und nutzen je nach Art Früchte, Insekten oder Pflanzensäfte. Nachtaktive Nachtaffen zeigen, dass auch der Tagesrhythmus innerhalb der Gruppe unterschiedlich ist.
Diese Übersicht verbindet die Einträge mit Mittelamerika oder Südamerika in den Verbreitungsdaten. Arten, die beiden Regionen zugeordnet sind, erscheinen nur einmal. Die Auswahl bildet nicht die gesamte Vielfalt der Neuweltaffen ab. Jeder Steckbrief beschreibt das bekannte Verbreitungsgebiet, den Lebensraum, die Ernährung und den jeweiligen Gefährdungsstatus.
18 Arten im Lexikon

Brüllaffe
Alouatta
Neuweltaffen

Gehaubter Kapuziner
Sapajus apella
Neuweltaffen

Geoffroy-Klammeraffe
Ateles geoffroyi
Neuweltaffen

Goldenes Löwenäffchen
Leontopithecus rosalia
Neuweltaffen

Kaiserschnurrbarttamarin
Saguinus imperator
Neuweltaffen

Kapuzineraffe
Cebus und Sapajus
Neuweltaffen

Klammeraffe
Ateles
Neuweltaffen

Lisztaffe
Saguinus oedipus
Neuweltaffen

Nachtaffe
Aotus
Neuweltaffen

Roter Uakari
Cacajao calvus
Neuweltaffen

Schwarzer Brüllaffe
Alouatta caraya
Neuweltaffen

Schwarzer Klammeraffe
Ateles paniscus
Neuweltaffen

Tamarine
Saguinus und Leontocebus
Neuweltaffen

Totenkopfaffe
Saimiri sciureus
Neuweltaffen

Weißbüscheläffchen
Callithrix jacchus
Neuweltaffen

Weißgesichtsaki
Pithecia pithecia
Neuweltaffen

Wollaffe
Lagothrix lagothricha
Neuweltaffen

Zwergseidenäffchen
Cebuella pygmaea
Neuweltaffen
Typische Vertreter
Gehaubter Kapuziner
Der Gehaubte Kapuziner lebt im Amazonasbecken und in den Guayana-Ländern. Er frisst Früchte, Samen und Insekten.
Totenkopfaffe
Totenkopfaffen kommen im nordöstlichen Südamerika vor. Sie leben in großen Gruppen und suchen nach Insekten und Früchten.
Schwarzer Brüllaffe
Der Schwarze Brüllaffe bewohnt Teile von Bolivien, Paraguay, Nordargentinien und Südbrasilien. Männchen sind schwarz gefärbt, Weibchen dagegen gelbbraun.
Schwarzer Klammeraffe
Der Schwarze Klammeraffe lebt in den Guayana-Ländern und in Nordbrasilien. Seine Nahrung besteht aus Früchten, und seine Gemeinschaften teilen sich in wechselnde Untergruppen auf.
Wollaffe
Wollaffen bewohnen das westliche Amazonasbecken. Neben Früchten gehören Blätter und Insekten zu ihrer Nahrung.
Zwergseidenäffchen
Das Zwergseidenäffchen stammt aus dem westlichen Amazonasbecken. Der kleine Affe nutzt Baumsäfte, Harz und Insekten als Nahrung.
Weißbüscheläffchen
Das Weißbüscheläffchen kommt ursprünglich aus Nordostbrasilien. Es lebt in Familiengruppen, in denen Zwillingsgeburten typisch sind.
Goldenes Löwenäffchen
Das Goldene Löwenäffchen bewohnt Küstenregenwald im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro. Es sucht nach Früchten, Insekten und kleinen Wirbeltieren.
Weißgesichtsaki
Der Weißgesichtsaki lebt in den Guayana-Ländern, Nordbrasilien und Venezuela. Samen und Früchte bilden seine Nahrung.
Roter Uakari
Der Rote Uakari stammt aus dem westlichen Amazonasbecken in Brasilien und Peru. Sein rotes Gesicht und sein vergleichsweise kurzer Schwanz fallen besonders auf.