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Neuweltaffen

Goldenes Löwenäffchen

Leontopithecus rosalia

Auch: Goldgelbes Löwenäffchen

Goldenes Löwenäffchen

Das Goldene Löwenäffchen ist ein kleiner Krallenaffe mit leuchtend goldorangem Fell und einer löwenartigen Mähne. Es lebt nur im Küstenregenwald des brasilianischen Bundesstaats Rio de Janeiro und gilt als Symbol des Artenschutzes.

Aussehen

Goldene Löwenäffchen haben ein seidiges, leuchtend goldorangefarbenes Fell. Um das dunkle, unbehaarte Gesicht bildet das Fell eine üppige Mähne, die an einen Löwen erinnert. Die Körperlänge beträgt 20-34 Zentimeter, der Schwanz 31-40 Zentimeter, das Gewicht 0,5-0,7 Kilogramm. Die langen, schlanken Finger eignen sich gut, um in Spalten und Blattachseln nach Beute zu tasten.

Lebensraum und Verbreitung

Die Art kommt nur im Küstenregenwald im Bundesstaat Rio de Janeiro in Brasilien vor. Sie lebt im Atlantischen Regenwald, der Mata Atlântica, einem der am stärksten zerstörten Wälder der Welt. Die Tiere bewegen sich in mittleren Baumhöhen und brauchen Baumhöhlen oder dichte Lianengeflechte als Schlafplätze.

Ernährung

Goldene Löwenäffchen fressen Früchte, Insekten, Spinnen, Schnecken und kleine Wirbeltiere wie Frösche und Eidechsen. Mit ihren langen Fingern stöbern sie in Baumrinde, Bromelien und Blattachseln nach Beute. Gelegentlich nehmen sie auch Nektar und Baumsäfte auf. Früchte werden vor allem in der Regenzeit gefressen, wenn sie reichlich vorhanden sind.

Verhalten und Sozialleben

Die Tiere leben in Familiengruppen mit einem fortpflanzungsfähigen Paar und dessen Nachwuchs. Meist kommen Zwillinge zur Welt. Der Vater und ältere Geschwister tragen die Jungtiere und teilen Futter mit ihnen. Die Gruppen verteidigen ein Revier mit Rufen und Duftmarken. Nachts schlafen alle gemeinsam in einer Baumhöhle.

Gefährdung

Die IUCN stuft das Goldene Löwenäffchen als stark gefährdet (EN) ein. Durch die Zerstörung des Atlantischen Regenwaldes war die Art an den Rand des Aussterbens geraten. Ein Wiederansiedlungsprogramm mit Zoo-Tieren, verbunden mit Waldschutz und Aufforstung, hat die Bestände deutlich vergrößert. Krankheiten wie Gelbfieber bleiben jedoch eine Gefahr.

Fakten

  • Erfolgreiches Wiederansiedlungsprogramm mit Zoo-Tieren.
  • Die goldene Mähne erinnert an einen Löwen.
  • Väter tragen die Jungtiere häufig umher.

Häufige Fragen

Wo lebt das Goldene Löwenäffchen?

Nur im Küstenregenwald im Bundesstaat Rio de Janeiro in Brasilien.

Was frisst ein Goldenes Löwenäffchen?

Früchte, Insekten und kleine Wirbeltiere wie Frösche und Eidechsen.

Ist das Goldene Löwenäffchen gefährdet?

Ja, die IUCN stuft es als stark gefährdet (EN) ein, die Bestände haben sich durch Schutzprogramme aber erholt.

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