Neuweltaffen
Schwarzer Brüllaffe
Alouatta caraya
Auch: Caraya

Der Schwarze Brüllaffe, auch Caraya genannt, ist der südlichste Brüllaffe Südamerikas. Männchen und Weibchen sind unterschiedlich gefärbt. Wie alle Brüllaffen ist er für seine lauten Rufe bekannt.
Aussehen
Beim Schwarzen Brüllaffen sind die Geschlechter deutlich unterschiedlich gefärbt: Erwachsene Männchen sind schwarz, Weibchen und Jungtiere gelbbraun bis olivfarben. Die Körperlänge beträgt 50-65 Zentimeter, der Greifschwanz misst 55-65 Zentimeter und ist an der Unterseite der Spitze unbehaart. Männchen wiegen 6-8 Kilogramm, Weibchen 4-5 Kilogramm. Der Kehlbereich ist durch ein vergrößertes Zungenbein verdickt.
Lebensraum und Verbreitung
Die Art kommt in Bolivien, Paraguay, Nordargentinien und Südbrasilien vor. Schwarze Brüllaffen bewohnen Galeriewälder entlang von Flüssen und Trockenwälder, auch im Übergang zu offenen Landschaften wie dem Chaco und dem Pantanal. Sie leben in den Baumkronen und kommen nur selten auf den Boden. Sie gelten als vergleichsweise anpassungsfähig an kleinere Waldstücke.
Ernährung
Schwarze Brüllaffen sind überwiegend Blattfresser. Sie fressen junge und reife Blätter, ergänzt durch Früchte, Blüten und Knospen. Weil Blätter wenig Energie liefern, sind Brüllaffen eher träge und ruhen einen großen Teil des Tages. Ihr Verdauungstrakt ist darauf ausgelegt, faserreiche Pflanzenkost langsam aufzuschließen.
Verhalten und Sozialleben
Die Tiere leben in Gruppen mit meist einem oder wenigen erwachsenen Männchen, mehreren Weibchen und Jungtieren. Besonders morgens stoßen die Männchen laute Brüllrufe aus, die durch das vergrößerte Zungenbein verstärkt werden und weit durch den Wald tragen. So zeigen die Gruppen ihre Anwesenheit an und vermeiden direkte Auseinandersetzungen mit Nachbargruppen.
Gefährdung
Die IUCN stuft den Schwarzen Brüllaffen als potenziell gefährdet (NT) ein. Sein Lebensraum geht durch Rodung für Viehweiden und Soja zurück. Zudem sind Brüllaffen sehr empfindlich gegenüber Gelbfieber, das immer wieder Bestände stark verringert. Auch Jagd und der Heimtierhandel spielen örtlich eine Rolle.
Fakten
- Männchen sind schwarz, Weibchen gelbbraun.
- Das vergrößerte Zungenbein verstärkt die Rufe.
- Brüllaffen sind sehr anfällig für Gelbfieber.
Häufige Fragen
Wo lebt der Schwarze Brüllaffe?
In Bolivien, Paraguay, Nordargentinien und Südbrasilien in Galerie- und Trockenwäldern.
Warum sind Brüllaffen so laut?
Ein vergrößertes Zungenbein wirkt als Resonanzraum und verstärkt ihre Rufe.
Was frisst ein Schwarzer Brüllaffe?
Vor allem Blätter, dazu Früchte und Blüten.
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