Neuweltaffen
Brüllaffe
Alouatta
Auch: Brüllaffen

Brüllaffen sind die lautesten Landtiere Amerikas. Ihre Rufe sind im Regenwald bis zu fünf Kilometer weit zu hören. Dabei sind sie gemächliche Blätterfresser, die einen Großteil des Tages ruhen.
Aussehen
Brüllaffen sind große, kräftige Neuweltaffen mit einem langen Greifschwanz, dessen Unterseite unbehaart und tastempfindlich ist. Je nach Art ist das Fell schwarz, rotbraun oder goldgelb. Beim Schwarzen Brüllaffen sind nur die Männchen schwarz, die Weibchen gelbbraun.
Das Brüllen
Ein stark vergrößertes, hohles Zungenbein wirkt wie ein Resonanzkörper. Damit erzeugen Brüllaffen tiefe, dröhnende Rufe, meist im Morgengrauen. Die Gruppen zeigen so ihren Standort an und vermeiden direkte Kämpfe mit Nachbargruppen.
Lebensraum
Die rund 15 Arten leben von Südmexiko bis Nordargentinien in Regen-, Trocken- und Galeriewäldern. Sie halten sich vor allem in den oberen Baumkronen auf.
Ernährung
Brüllaffen sind vor allem Blätterfresser, ergänzt durch Früchte und Blüten. Weil Blätter wenig Energie liefern, schlafen und ruhen Brüllaffen bis zu 15 Stunden am Tag.
Sozialleben und Gefährdung
Sie leben in Gruppen von 4 bis 20 Tieren. Viele Arten gelten als nicht gefährdet, einige Arten in Mittelamerika und im Atlantischen Regenwald Brasiliens sind jedoch bedroht. Ausbrüche des Gelbfiebers haben dort ganze Bestände ausgelöscht.
Fakten
- Brüllaffen-Rufe sind bis zu 5 Kilometer weit hörbar.
- Der Greifschwanz kann das gesamte Körpergewicht tragen.
- Brüllaffen ruhen bis zu 15 Stunden pro Tag.
- Gelbfieber ist für Brüllaffen oft tödlich.
Häufige Fragen
Wie laut ist ein Brüllaffe?
Brüllaffen gehören zu den lautesten Landtieren. Ihre Rufe sind im Wald bis zu fünf Kilometer weit zu hören.
Wo leben Brüllaffen?
In Mittel- und Südamerika, von Südmexiko bis Nordargentinien.
Warum brüllen Brüllaffen?
Um ihr Revier zu markieren und Nachbargruppen auf Abstand zu halten.
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