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Neuweltaffen

Nachtaffe

Aotus

Auch: Nachtaffen, Mirikina

Nachtaffe

Nachtaffen, auch Mirikinas genannt, bilden eine Gattung mit mehreren Arten in Mittel- und Südamerika. Sie sind die einzigen nachtaktiven echten Affen. Der Gefährdungsstatus ist je nach Art unterschiedlich.

Aussehen

Nachtaffen haben auffällig große, braune Augen, mit denen sie auch bei wenig Licht gut sehen. Das Fell ist dicht und grau bis braun, die Unterseite oft heller oder orange. Um die Augen tragen sie weiße Flecken und dunkle Streifen. Die Körperlänge beträgt 24-47 Zentimeter, der Schwanz 22-42 Zentimeter, das Gewicht 0,6-1,3 Kilogramm. Der Schwanz ist kein Greifschwanz.

Lebensraum und Verbreitung

Die Gattung ist von Panama bis Nordargentinien verbreitet, die einzelnen Arten haben jeweils eigene, oft durch Flüsse getrennte Verbreitungsgebiete. Nachtaffen leben in Regen- und Trockenwäldern, vom Tiefland bis in Bergwälder. Tagsüber schlafen sie in Baumhöhlen, dichten Lianengeflechten oder Blattgewirr.

Ernährung

Nachtaffen ernähren sich vor allem von Früchten. Ergänzt wird die Nahrung durch Blätter, Blüten, Nektar und Insekten. Sie suchen ihre Nahrung nachts, besonders in hellen Mondnächten sind sie aktiver. In Gebieten mit kühlen Jahreszeiten sind manche Populationen auch in der Dämmerung oder am Tag aktiv.

Verhalten und Sozialleben

Nachtaffen leben in Paaren mit ihren Jungtieren. Die Partner bleiben oft lange zusammen. Ungewöhnlich ist, dass der Vater den größten Teil der Jungenpflege übernimmt und das Jungtier fast ständig trägt; die Mutter trägt es vor allem zum Säugen. Nachtaffen verständigen sich mit vielen Lauten, darunter tiefe Rufe, mit denen sie ihr Revier markieren.

Gefährdung

Der Gefährdungsstatus ist je nach Art unterschiedlich. Einige Arten gelten als nicht gefährdet, andere als gefährdet oder stark gefährdet. Bedroht werden Nachtaffen vor allem durch Abholzung und den Fang für den Heimtierhandel. Früher wurden sie zudem häufig in der medizinischen Forschung eingesetzt.

Fakten

  • Einzige nachtaktive echte Affen.
  • Väter übernehmen den größten Teil der Jungenpflege.
  • Ihre großen Augen ermöglichen das Sehen bei Nacht.

Häufige Fragen

Gibt es nachtaktive Affen?

Ja, Nachtaffen sind die einzigen nachtaktiven echten Affen.

Wo leben Nachtaffen?

In Mittel- und Südamerika von Panama bis Nordargentinien, in Regen- und Trockenwäldern.

Was fressen Nachtaffen?

Vor allem Früchte, dazu Blätter, Nektar und Insekten.

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