Lexikon
Affenarten in Afrika
Afrika beherbergt sehr unterschiedliche Primaten. In den tropischen Wäldern leben Gorillas, Schimpansen und Bonobos, während Paviane und manche Meerkatzen auch offenere Landschaften nutzen. Mandrills und Drills sind an bewaldete Lebensräume gebunden. Dscheladas suchen ihre Nahrung vor allem am Boden im äthiopischen Hochland. Stummelaffen wie der Guereza sind dagegen besonders auf das Leben in Bäumen und eine blattreiche Ernährung spezialisiert. Die Verbreitung einer Art hängt von Nahrung, Klima und geeigneten Rückzugsorten ab.
Zu dieser Übersicht gehören auch die Primaten Madagaskars. Lemuren sind keine Affen im engeren Sinn, sondern Feuchtnasenprimaten. Ihre Entwicklung auf der Insel brachte sehr verschiedene Lebensweisen hervor: Kattas bewegen sich häufig am Boden, Indris leben in den Bäumen, und das Fingertier ist nachts aktiv. Auf dem afrikanischen Festland kommen außerdem Galagos vor.
Die Karten zeigen die im Lexikon erfassten Arten und übergeordneten Einträge mit Afrika in ihren Verbreitungsdaten. Das ist keine vollständige Liste aller afrikanischen Primaten. Manche Vertreter kommen zusätzlich in anderen Regionen vor. Der jeweilige Steckbrief unterscheidet Verbreitung, Lebensraum und Gefährdungsstatus und beschreibt die Besonderheiten des Tieres.
29 Arten im Lexikon

Anubispavian
Papio anubis
Altweltaffen

Berberaffe
Macaca sylvanus
Altweltaffen

Berggorilla
Gorilla beringei beringei
Menschenaffen

Bonobo
Pan paniscus
Menschenaffen

Diana-Meerkatze
Cercopithecus diana
Altweltaffen

Drill
Mandrillus leucophaeus
Altweltaffen

Dschelada
Theropithecus gelada
Altweltaffen

Fingertier
Daubentonia madagascariensis
Halbaffen und Lemuren

Gorilla
Gorilla
Menschenaffen

Grauer Mausmaki
Microcebus murinus
Halbaffen und Lemuren

Grüne Meerkatze
Chlorocebus sabaeus
Altweltaffen

Guereza
Colobus guereza
Altweltaffen

Husarenaffe
Erythrocebus patas
Altweltaffen

Indri
Indri indri
Halbaffen und Lemuren

Katta
Lemur catta
Halbaffen und Lemuren

Larvensifaka
Propithecus verreauxi
Halbaffen und Lemuren

Lemur
Lemuriformes
Halbaffen und Lemuren

Loris
Lorisidae
Halbaffen und Lemuren

Makaken
Macaca
Altweltaffen

Mandrill
Mandrillus sphinx
Altweltaffen

Mantelpavian
Papio hamadryas
Altweltaffen

Meerkatzen
Cercopithecus
Altweltaffen

Östlicher Gorilla
Gorilla beringei
Menschenaffen

Pavian
Papio
Altweltaffen

Roter Vari
Varecia rubra
Halbaffen und Lemuren

Schimpanse
Pan troglodytes
Menschenaffen

Schwarzweißer Vari
Varecia variegata
Halbaffen und Lemuren

Senegal-Galago
Galago senegalensis
Halbaffen und Lemuren

Westlicher Gorilla
Gorilla gorilla
Menschenaffen
Typische Vertreter
Westlicher Gorilla
Der Westliche Gorilla bewohnt Wälder im westlichen Zentralafrika. Früchte, Blätter, Wasserpflanzen und Termiten gehören zu seiner Nahrung.
Schimpanse
Schimpansen kommen in West- und Zentralafrika von Senegal bis Tansania vor. Ihre Gemeinschaften teilen sich zeitweise in kleinere Untergruppen auf und setzen sich später neu zusammen.
Bonobo
Bonobos leben ausschließlich in der Demokratischen Republik Kongo südlich des Kongo-Flusses. In ihren Gemeinschaften besitzen Weibchen eine besonders einflussreiche Stellung.
Mandrill
Der Mandrill lebt unter anderem in Südkamerun, Gabun und der Republik Kongo. Besonders erwachsene Männchen fallen durch ihre intensive Gesichtszeichnung auf.
Anubispavian
Anubispaviane sind in einem breiten Gürtel von Mali bis Äthiopien und Tansania verbreitet. Als Allesfresser können sie verschiedene Nahrungsquellen nutzen.
Dschelada
Der Dschelada stammt aus dem Hochland Äthiopiens. Seine Nahrung besteht fast nur aus Gräsern und Grassamen.
Berberaffe
Die natürliche Verbreitung des Berberaffen liegt in Marokko und Algerien. Die bekannte Population auf Gibraltar wurde dagegen vom Menschen eingeführt.
Guereza
Guerezas kommen in Zentral- und Ostafrika vor. Ihr Speiseplan besteht vor allem aus Blättern.
Katta
Der Katta lebt im Süden und Südwesten Madagaskars und gehört zu den Lemuren. In seinen Gruppen dominieren die Weibchen.
Fingertier
Das nachtaktive Fingertier bewohnt den Osten und Norden Madagaskars. Es sucht unter anderem nach Insektenlarven, Nüssen und Früchten.