Altweltaffen
Pavian
Papio
Auch: Paviane

Paviane sind große, bodenlebende Affen Afrikas mit hundeartiger Schnauze. Sie leben in großen Trupps mit strenger Rangordnung und sind extrem anpassungsfähig - von der Savanne bis in die Felsgebiete am Roten Meer.
Aussehen
Paviane haben eine lange, hundeähnliche Schnauze, kräftige Eckzähne und einen langen Schwanz. Männchen sind etwa doppelt so schwer wie Weibchen. Je nach Art ist das Fell olivbraun, gelblich oder silbergrau. Beim Mantelpavian tragen die Männchen eine imposante silbergraue Mähne.
Die sechs Arten
Zur Gattung Papio gehören der Anubispavian, der Mantelpavian, der Gelbe Pavian, der Bärenpavian, der Guineapavian und der Kinda-Pavian. Wo sich ihre Verbreitungsgebiete berühren, kreuzen sie sich teilweise miteinander. Der ähnlich aussehende Dschelada gehört zu einer eigenen Gattung.
Lebensraum
Paviane leben in Afrika südlich der Sahara, der Mantelpavian zusätzlich im Südwesten der Arabischen Halbinsel. Sie besiedeln Savannen, Halbwüsten, Steppen, Wälder und Gebirge und leben bis an den Rand menschlicher Siedlungen.
Ernährung
Paviane sind Allesfresser. Sie fressen Gräser, Samen, Wurzeln, Knollen, Früchte, Insekten und gelegentlich kleine Säugetiere oder Vögel. Ihre Anpassungsfähigkeit bringt sie in manchen Regionen in Konflikt mit Bauern, weil sie Felder plündern.
Sozialleben
Paviane leben in Trupps von 20 bis über 100 Tieren. Beim Anubispavian gibt es gemischte Gruppen mit einer klaren Rangordnung unter Männchen und unter Weibchen. Mantelpaviane bilden dagegen kleine Haremsgruppen, die sich nachts an Felswänden zu großen Schlafverbänden zusammenschließen.
Der rote Po
Bei vielen Pavianweibchen schwillt die Haut am Hinterteil während der fruchtbaren Tage stark an und färbt sich leuchtend rot. Das signalisiert den Männchen Paarungsbereitschaft. Die nackten Gesäßschwielen dienen außerdem als Sitzpolster.
Gefährdung
Die meisten Pavianarten gelten derzeit als nicht gefährdet, weil sie sehr anpassungsfähig sind. Lokal gehen Bestände aber durch Verfolgung und Lebensraumverlust zurück.
Fakten
- Im alten Ägypten galt der Mantelpavian als heiliges Tier des Gottes Thot.
- Paviane verbringen mehr Zeit am Boden als die meisten anderen Affen.
- Ein Pavian-Trupp kann über 100 Tiere umfassen.
- Paviane schlafen zum Schutz vor Leoparden auf Bäumen oder steilen Felswänden.
Häufige Fragen
Warum haben Paviane einen roten Po?
Bei Weibchen schwillt die Haut am Gesäß in der fruchtbaren Phase an und färbt sich rot - ein Signal für Paarungsbereitschaft. Die nackten Gesäßschwielen dienen zudem als Sitzpolster.
Sind Paviane gefährlich?
Paviane können mit ihren großen Eckzähnen gefährliche Bisse verursachen. Wo sie an Menschen gewöhnt sind, stehlen sie Essen. Man sollte Abstand halten und sie nie füttern.
Wo leben Paviane?
In Afrika südlich der Sahara; der Mantelpavian kommt zusätzlich im Jemen und in Saudi-Arabien vor.
Was fressen Paviane?
Als Allesfresser fressen sie Gräser, Samen, Wurzeln, Früchte, Insekten und gelegentlich kleine Tiere.
Zuletzt aktualisiert:


