Menschenaffen
Gorilla
Gorilla
Auch: Gorillas

Gorillas sind die größten lebenden Primaten der Welt. Ein ausgewachsener Silberrücken wiegt bis zu 220 Kilogramm und ist dennoch ein friedlicher Pflanzenfresser. Gorillas leben in den Wäldern Zentral- und Westafrikas und sind vom Aussterben bedroht.
Aussehen
Gorillas haben einen massigen Körper, breite Schultern und lange, muskulöse Arme, die länger als die Beine sind. Das Fell ist schwarz bis braungrau. Erwachsene Männchen bekommen ab etwa zwölf Jahren einen silbergrauen Sattel auf dem Rücken - daher der Name Silberrücken. Männchen sind fast doppelt so schwer wie Weibchen und tragen einen knöchernen Scheitelkamm auf dem Kopf. Am Boden laufen Gorillas auf allen vieren und stützen sich dabei auf die Fingerknöchel.
Arten und Unterarten
Die Wissenschaft unterscheidet zwei Arten: den Westlichen Gorilla mit dem Westlichen Flachlandgorilla und dem seltenen Cross-River-Gorilla sowie den Östlichen Gorilla mit dem Östlichen Flachlandgorilla (Grauergorilla) und dem berühmten Berggorilla. Die meisten Gorillas in Zoos sind Westliche Flachlandgorillas.
Lebensraum und Verbreitung
Westliche Gorillas leben in den Tiefland- und Sumpfwäldern von Kamerun, Gabun, der Republik Kongo und benachbarten Ländern. Östliche Gorillas kommen im Osten der Demokratischen Republik Kongo sowie in Ruanda und Uganda vor, Berggorillas bis in über 4.000 Meter Höhe.
Ernährung
Gorillas sind fast reine Pflanzenfresser. Sie fressen Blätter, Stängel, Triebe, Mark und Wurzeln, Flachlandgorillas zusätzlich viele Früchte. Ab und zu kommen Ameisen oder Termiten dazu. Ein großes Männchen frisst täglich bis zu 30 Kilogramm Pflanzenmaterial und verbringt einen Großteil des Tages mit Fressen und Ruhen.
Verhalten und Sozialleben
Gorillas leben in Gruppen aus meist 5 bis 30 Tieren. Ein Silberrücken führt die Gruppe, beschützt Weibchen und Jungtiere und schlichtet Streit. Das berühmte Brusttrommeln ist vor allem Imponiergehabe und dient dazu, Rivalen auf Abstand zu halten, ohne kämpfen zu müssen. Jede Nacht baut sich jedes Tier aus Zweigen und Blättern ein neues Schlafnest.
Fortpflanzung
Nach einer Tragzeit von etwa achteinhalb Monaten bringt das Weibchen meist ein einzelnes Junges zur Welt, das nur rund zwei Kilogramm wiegt. Es wird drei bis vier Jahre gesäugt. Weibchen bekommen deshalb nur etwa alle vier Jahre Nachwuchs.
Gefährdung
Beide Gorillaarten gelten laut IUCN als vom Aussterben bedroht. Wilderei, Abholzung, Bürgerkriege und das Ebola-Virus haben die Bestände stark dezimiert. Ein Lichtblick sind die Berggorillas: Dank strengem Schutz und Gorilla-Tourismus ist ihre Zahl wieder auf über 1.000 Tiere gestiegen.
Fakten
- Gorillas teilen rund 98 Prozent ihres Erbguts mit dem Menschen.
- Jeder Gorilla hat einen einzigartigen Nasenabdruck, an dem Forscher die Tiere erkennen.
- Gorillas trinken kaum, sie decken ihren Wasserbedarf über saftige Pflanzen.
- Ein Silberrücken kann aufgerichtet bis zu 1,80 Meter groß sein.
Häufige Fragen
Wie schwer ist ein Gorilla?
Weibchen wiegen etwa 70-110 Kilogramm, ausgewachsene Männchen (Silberrücken) 140-220 Kilogramm.
Wie alt wird ein Gorilla?
In freier Wildbahn etwa 35-40 Jahre, in Zoos über 50 Jahre.
Sind Gorillas gefährlich?
Gorillas sind friedliche Tiere und meiden Konflikte. Fühlt sich ein Silberrücken bedroht, imponiert er mit Brusttrommeln und Scheinangriffen. Echte Angriffe auf Menschen sind sehr selten.
Was fressen Gorillas?
Fast ausschließlich Pflanzen: Blätter, Stängel, Triebe, Wurzeln und Früchte, gelegentlich auch Insekten.
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