Menschenaffen
Westlicher Gorilla
Gorilla gorilla
Auch: Flachlandgorilla

Der Westliche Gorilla ist eine der beiden Gorilla-Arten und lebt in den Regenwäldern West- und Zentralafrikas. Zu ihm gehört der Westliche Flachlandgorilla, den man aus vielen Zoos kennt. Die Art gilt als vom Aussterben bedroht.
Aussehen
Westliche Gorillas sind kräftig gebaute Menschenaffen mit kurzem, graubraunem bis schwarzem Fell. Typisch ist ein oft rötlich-braun gefärbter Scheitel. Erwachsene Männchen erreichen eine Stehhöhe von bis zu etwa 170 Zentimetern und wiegen 140-200 Kilogramm, Weibchen 70-90 Kilogramm. Mit zunehmendem Alter bekommen die Männchen einen silbergrauen Rücken, daher der Name Silberrücken. Einen Schwanz haben Gorillas wie alle Menschenaffen nicht.
Lebensraum und Verbreitung
Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Gabun, die Republik Kongo, Kamerun, die Zentralafrikanische Republik, Äquatorialguinea, die angolanische Exklave Cabinda und Nigeria. Westliche Gorillas bewohnen vor allem Tieflandregenwälder und Sumpfwälder. Lichtungen in Sumpfgebieten, auf denen saftige Wasserpflanzen wachsen, werden regelmäßig aufgesucht. Im Vergleich zu den Gorillas im Osten leben sie in tieferen, wärmeren und feuchteren Wäldern.
Ernährung
Westliche Gorillas ernähren sich überwiegend pflanzlich. Sie fressen mehr Früchte als ihre östlichen Verwandten, besonders wenn diese reif sind. Hinzu kommen Blätter, Triebe, Rinde und Wasserpflanzen, die sie in Sumpflichtungen sammeln. Gelegentlich nehmen sie auch Termiten und andere Insekten auf. Weil Früchte nicht überall gleichzeitig reifen, legen die Gruppen auf der Suche nach Nahrung oft größere Strecken zurück.
Verhalten und Sozialleben
Die Tiere leben in Harem-Gruppen mit einem Silberrücken, mehreren Weibchen und deren Nachwuchs. Der Silberrücken führt die Gruppe, bestimmt die Wanderrouten und schützt sie vor Gefahren. Er beeindruckt Rivalen mit Brusttrommeln und Scheinangriffen, echte Kämpfe sind selten. Nachts bauen die Gorillas Schlafnester aus Zweigen und Blättern, meist am Boden oder in niedriger Höhe in Bäumen.
Gefährdung
Die IUCN stuft den Westlichen Gorilla als vom Aussterben bedroht (CR) ein. Hauptgründe sind Wilderei für den Handel mit Buschfleisch, die Zerstörung der Wälder durch Holzeinschlag und Bergbau sowie Krankheiten wie Ebola, die ganze Gruppen auslöschen können. Weil Gorillas sich nur langsam fortpflanzen, erholen sich Bestände nach Verlusten kaum. Schutzgebiete und Kontrollen gegen Wilderei sind daher entscheidend.
Fakten
- Die meisten Gorillas in europäischen Zoos sind Westliche Flachlandgorillas.
- Westliche Gorillas fressen mehr Früchte als Östliche Gorillas.
Häufige Fragen
Wie schwer wird ein Westlicher Gorilla?
Männchen wiegen 140-200 Kilogramm, Weibchen 70-90 Kilogramm.
Wo lebt der Westliche Gorilla?
In Tieflandregenwäldern und Sumpfwäldern West- und Zentralafrikas, unter anderem in Gabun, Kamerun und der Republik Kongo.
Ist der Westliche Gorilla vom Aussterben bedroht?
Ja, die IUCN führt ihn als vom Aussterben bedroht (CR), vor allem wegen Wilderei, Lebensraumverlust und Ebola.
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