Zum Inhalt springen
affen.net

Altweltaffen

Husarenaffe

Erythrocebus patas

Auch: Patas

Husarenaffe

Der Husarenaffe, auch Patas genannt, lebt in den Trockensavannen Afrikas. Er ist der schnellste Primat der Welt und ein ausgesprochener Bodenbewohner.

Aussehen

Husarenaffen sind schlank und hochbeinig gebaut, was sie zu ausgezeichneten Läufern macht. Das Fell ist rötlich braun auf dem Rücken und weiß an Bauch und Beinen. Männchen tragen einen weißen Schnurrbart, der an die Uniform von Husaren erinnert. Die Körperlänge beträgt 60-88 Zentimeter, der Schwanz 50-75 Zentimeter. Männchen wiegen 10-13 Kilogramm, Weibchen etwa 7 Kilogramm.

Lebensraum und Verbreitung

Die Art ist in der Sahelzone und den Savannen von Senegal bis Äthiopien und Tansania verbreitet. Husarenaffen bewohnen Trockensavannen mit vereinzelten Bäumen und Büschen, besonders Akazien. Sie halten sich überwiegend am Boden auf und klettern nur zum Ausschauhalten oder Schlafen auf Bäume. Offenes Gelände ist ihr Element.

Ernährung

Husarenaffen ernähren sich von dem, was die Savanne bietet. Besonders wichtig ist der Gummi von Akazien, der aus der Rinde austritt. Dazu kommen Samen, Hülsenfrüchte, Blüten und Insekten wie Heuschrecken und Ameisen. In Trockenzeiten fressen sie auch Wurzeln und Knollen. Wasser holen sie an Wasserstellen oder nehmen es über die Nahrung auf.

Verhalten und Sozialleben

Die Tiere leben in Gruppen mit einem erwachsenen Männchen, mehreren Weibchen und Jungtieren. Das Männchen hält oft Abstand zur Gruppe und hält Wache. Bei Gefahr flüchten Husarenaffen mit bis zu etwa 55 Kilometern pro Stunde. Sie sind eher leise Tiere und vermeiden es, durch Laute Raubtiere auf sich aufmerksam zu machen. Nachts verteilen sie sich zum Schlafen auf mehrere Bäume.

Gefährdung

Die IUCN stuft den Husarenaffen als potenziell gefährdet (NT) ein. Die Savannen werden zunehmend landwirtschaftlich genutzt und überweidet. Zudem werden Husarenaffen als Ernteschädlinge verfolgt und teils gejagt. Weil sie in offenem Gelände leben, sind sie vom Verlust ihrer Akazienbestände besonders betroffen.

Fakten

  • Schnellster Primat, bis ca. 55 km/h.
  • Husarenaffen leben fast nur am Boden.
  • Der weiße Schnurrbart der Männchen erinnert an Husaren.

Häufige Fragen

Welcher ist der schnellste Affe?

Der Husarenaffe, er erreicht bis zu etwa 55 Kilometer pro Stunde.

Wo lebt der Husarenaffe?

In der Sahelzone und den Trockensavannen von Senegal bis Äthiopien und Tansania.

Was frisst ein Husarenaffe?

Akaziengummi, Samen, Blüten und Insekten.

Zuletzt aktualisiert:

Verwandte Arten