Menschenaffen
Berggorilla
Gorilla beringei beringei

Der Berggorilla ist eine Unterart des Östlichen Gorillas und lebt in den Bergwäldern Ostafrikas. Bekannt wurde er durch die Forschung von Dian Fossey und den Gorilla-Tourismus in Ruanda und Uganda.
Aussehen
Berggorillas haben ein besonders langes, dichtes und schwarzes Fell, das sie vor der Kälte in großen Höhen schützt. Männchen erreichen eine Stehhöhe von bis zu etwa 180 Zentimetern und wiegen bis zu 220 Kilogramm, Weibchen etwa 100 Kilogramm. Ältere Männchen tragen den typischen silbergrauen Rücken. Arme sind länger als die Beine, und die Tiere gehen meist im Knöchelgang auf allen vieren.
Lebensraum und Verbreitung
Berggorillas leben nur an zwei Orten: an den Virunga-Vulkanen im Grenzgebiet von Ruanda, Uganda und der Demokratischen Republik Kongo sowie im Bwindi-Nationalpark in Uganda. Ihr Lebensraum sind Bergwälder in 2.200-4.300 Metern Höhe. Dort ist es feucht, neblig und oft kühl. Bambuswälder, Bergregenwald und offene Hochlagen mit Kräutern bilden ein Mosaik, das die Tiere je nach Jahreszeit nutzen.
Ernährung
Die Nahrung besteht fast ausschließlich aus Pflanzen: Blätter, Stängel, Mark, Wurzeln und Bambustriebe. Früchte sind in den Hochlagen selten und spielen nur eine kleine Rolle. Ein großes Männchen frisst täglich große Mengen Grünzeug. Weil die Pflanzen viel Wasser enthalten, müssen Berggorillas kaum trinken. Die Tiere verbringen einen großen Teil des Tages mit Fressen und Ruhen.
Verhalten und Sozialleben
Berggorillas leben in Gruppen mit einem Silberrücken, oft sind auch mehrere erwachsene Männchen dabei. Der dominante Silberrücken führt die Gruppe und schützt sie. Die Tiere verständigen sich über Grunzlaute, Gesten und Körperhaltung. Jede Nacht baut jedes erwachsene Tier ein neues Schlafnest. Jungtiere werden mehrere Jahre gesäugt und lernen viel durch Beobachten der Erwachsenen.
Gefährdung
Die IUCN stuft den Berggorilla als stark gefährdet (EN) ein; dies ist der Status der Unterart. Die gesamte Art Östlicher Gorilla gilt als vom Aussterben bedroht. Bedroht wird der Berggorilla durch Lebensraumverlust, Wilderei, Schlingfallen und von Menschen übertragene Krankheiten. Strenger Schutz, Ranger-Patrouillen und streng geregelter Tourismus haben dazu beigetragen, dass sich die Bestände erholen.
Fakten
- Unterart des Östlichen Gorillas; IUCN-Status der Unterart.
- Berggorillas leben in Höhen von 2.200-4.300 Metern.
- Ihr langes, dichtes Fell schützt sie vor Kälte und Nässe.
Häufige Fragen
Wo leben Berggorillas?
An den Virunga-Vulkanen in Ruanda, Uganda und der DR Kongo sowie im Bwindi-Nationalpark in Uganda.
Wie schwer wird ein Berggorilla?
Männchen wiegen bis zu 220 Kilogramm, Weibchen etwa 100 Kilogramm.
Was fressen Berggorillas?
Fast nur Pflanzen: Blätter, Stängel, Wurzeln und Bambustriebe.
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