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Meerkatzen

Cercopithecus

Meerkatzen

Meerkatzen (Gattung Cercopithecus) gehören zu den farbenprächtigsten Affen Afrikas. Mit ihren bunten Gesichtszeichnungen, Bärten und auffälligen Nasenflecken sind die meisten Arten schon auf den ersten Blick zu unterscheiden. Sie leben ausschließlich in Afrika südlich der Sahara, überwiegend in den Baumkronen der Wälder.

Woher kommt der Name?

Mit Katzen haben Meerkatzen nichts zu tun. Der Name stammt aus dem Mittelalter: Die langschwänzigen Affen kamen über das Meer nach Europa und erinnerten mit ihrem langen Schwanz an Katzen - so wurden sie zur "Meerkatze".

Aussehen

Meerkatzen sind schlanke, mittelgroße Affen mit einer Körperlänge von etwa 35 bis 70 Zentimetern und einem Schwanz, der meist länger ist als der Körper. Sie wiegen je nach Art etwa 2 bis 8 Kilogramm. Typisch ist die kontrastreiche Zeichnung im Gesicht: weiße Nasenflecken, farbige Bärte, Stirnbinden oder Brauenbänder. Diese Muster helfen den Tieren vermutlich, Artgenossen im dichten Wald zu erkennen - wichtig, weil oft mehrere Meerkatzenarten im selben Gebiet leben.

Arten und nahe Verwandte

Zur Gattung Cercopithecus zählen je nach Systematik rund 20 bis 25 Arten, darunter die Diana-Meerkatze, die Weißnasenmeerkatze und die Brazzameerkatze. Die Grünen Meerkatzen werden heute meist in eine eigene Gattung (Chlorocebus) gestellt, ebenso der eng verwandte Husarenaffe (Erythrocebus). Im Alltag werden sie aber weiterhin zu den Meerkatzen gezählt.

Lebensraum und Ernährung

Die meisten Meerkatzen sind Baumbewohner tropischer Regen- und Bergwälder. Grüne Meerkatzen leben dagegen in Savannen und offenen Waldlandschaften und halten sich viel am Boden auf. Meerkatzen fressen vor allem Früchte, dazu Blätter, Blüten, Samen und Insekten. Wie Makaken besitzen sie Backentaschen, in denen sie Nahrung zwischenlagern.

Sozialleben und Kommunikation

Meerkatzen leben in Gruppen aus meist einem erwachsenen Männchen, mehreren Weibchen und ihren Jungen. Häufig schließen sie sich mit anderen Affenarten zu gemischten Verbänden zusammen und profitieren so von mehr wachsamen Augen. Berühmt sind die Warnrufe der Grünen Meerkatzen: Sie haben unterschiedliche Rufe für Leoparden, Adler und Schlangen, und die Gruppe reagiert jeweils passend - sie flüchtet auf Bäume, sucht Deckung oder stellt sich auf die Hinterbeine und sucht den Boden ab.

Gefährdung

Viele Meerkatzenarten leiden unter der Abholzung der afrikanischen Wälder und unter der Jagd auf Buschfleisch. Die Diana-Meerkatze in Westafrika gilt als stark gefährdet. Die Grüne Meerkatze ist dagegen weit verbreitet und nicht gefährdet - eingeführte Populationen leben sogar auf Karibikinseln wie St. Kitts und Barbados.

Häufige Fragen

Warum heißen Meerkatzen Meerkatzen?

Der Name stammt aus dem Mittelalter: Die Affen kamen über das Meer nach Europa und erinnerten mit ihrem langen Schwanz an Katzen. Mit Katzen sind sie nicht verwandt.

Wo leben Meerkatzen?

Ausschließlich in Afrika südlich der Sahara, vor allem in Wäldern. Eingeführte Grüne Meerkatzen gibt es zudem auf einigen Karibikinseln.

Sind Meerkatzen und Erdmännchen dasselbe?

Nein. Erdmännchen heißen auf Englisch "meerkat", sind aber Raubtiere aus der Familie der Mangusten. Meerkatzen sind Affen.

Wie groß werden Meerkatzen?

Je nach Art etwa 35 bis 70 Zentimeter Körperlänge plus einen meist noch längeren Schwanz. Sie wiegen etwa 2 bis 8 Kilogramm.

Zuletzt aktualisiert:

Meerkatzen im Lexikon