
Gibbons
Gibbons sind die Akrobaten unter den Affen. Mit ihren extrem langen Armen schwingen sie sich durch die Regenwälder Südostasiens und legen dabei mehrere Meter pro Schwung zurück. Sie leben in Paaren und markieren ihr Revier mit eindrucksvollen Duettgesängen.
Kleine Menschenaffen
Gibbons bilden die Familie Hylobatidae und werden auch Kleine Menschenaffen genannt. Wie Gorillas oder Orang-Utans haben sie keinen Schwanz. Sie sind aber deutlich leichter, die meisten Arten wiegen nur 5-10 Kilogramm. Der Siamang ist mit bis zu 15 Kilogramm der größte Gibbon.
Meister des Hangelns
Die typische Fortbewegung heißt Brachiation: Gibbons schwingen Hand über Hand unter den Ästen entlang und erreichen dabei hohe Geschwindigkeiten. Auf dem Boden oder auf breiten Ästen laufen sie aufrecht auf zwei Beinen und halten die langen Arme zur Balance in die Höhe.
Gesang und Familie
Gibbonpaare bleiben meist über Jahre zusammen und leben mit ihren Jungtieren in einem festen Revier. Morgens singen Männchen und Weibchen im Duett, die Rufe sind kilometerweit zu hören. Der Siamang verstärkt seine Stimme mit einem aufblasbaren Kehlsack.
Stark bedroht
Fast alle rund 20 Gibbonarten gelten als gefährdet, einige zählen zu den seltensten Primaten der Welt. Hauptursachen sind Abholzung, Jagd und der illegale Handel mit Jungtieren.
Alle Arten der Gruppe Gibbons
6 Arten
Häufige Fragen
Ist ein Gibbon ein Affe oder ein Menschenaffe?
Gibbons sind Affen ohne Schwanz und eng mit den Menschenaffen verwandt. Sie bilden die eigene Familie der Kleinen Menschenaffen (Hylobatidae).
Wo leben Gibbons?
In den Regenwäldern Süd- und Südostasiens, von Nordostindien über Myanmar, Thailand, Laos und Vietnam bis Malaysia, Sumatra, Java und Borneo.
Warum singen Gibbons?
Mit dem Gesang verteidigen Paare ihr Revier und stärken ihre Bindung. Jede Art hat ein eigenes, typisches Gesangsmuster.
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