Gibbons
Siamang
Symphalangus syndactylus

Der Siamang ist der größte Gibbon und lebt auf Sumatra und der Malaiischen Halbinsel. Bekannt ist er für seinen großen Kehlsack, mit dem er laute Gesänge erzeugt.
Aussehen
Siamangs haben ein durchgehend schwarzes, dichtes Fell. Auffälligstes Merkmal ist der nackte, graue bis rosafarbene Kehlsack, der beim Rufen bis auf Kopfgröße anschwellen kann. Mit 75-90 Zentimetern Körperlänge und 10-15 Kilogramm Gewicht sind sie deutlich größer als andere Gibbons. Die Arme sind sehr lang. Typisch ist außerdem, dass zweite und dritte Zehe teilweise zusammengewachsen sind.
Lebensraum und Verbreitung
Siamangs leben auf der Insel Sumatra und auf der Malaiischen Halbinsel. Sie bewohnen Tiefland- und Bergwälder und halten sich fast ausschließlich in den Baumkronen auf. In manchen Gebieten teilen sie den Wald mit kleineren Gibbonarten. Auf den Boden kommen sie nur selten. Für ihre Lebensweise brauchen sie zusammenhängende Wälder mit hohen Bäumen.
Ernährung
Siamangs fressen mehr Blätter als andere Gibbons. Daneben nehmen sie reife Früchte, besonders Feigen, sowie Blüten und Knospen auf. Gelegentlich ergänzen Insekten den Speiseplan. Die Nahrung wird meist direkt in den Bäumen gepflückt, oft hängend an einem Arm. Wasser nehmen die Tiere häufig auf, indem sie die Hand in Baumhöhlen tauchen und ablecken.
Verhalten und Sozialleben
Siamangs leben in Paaren mit ihren Jungtieren. Die Partner bleiben oft lange zusammen. Jeden Morgen singen Männchen und Weibchen gemeinsam ein lautes Duett, das durch den Kehlsack verstärkt wird und weit durch den Wald schallt. Damit markieren sie ihr Revier und festigen die Paarbindung. Fortbewegung erfolgt schwinghangelnd, wobei sie große Abstände zwischen den Ästen überwinden.
Gefährdung
Die IUCN stuft den Siamang als stark gefährdet (EN) ein. Der Wald auf Sumatra und der Malaiischen Halbinsel wird großflächig für Plantagen und Landwirtschaft gerodet. Zudem werden Jungtiere für den illegalen Heimtierhandel gefangen. Da Siamangs nur wenige Jungtiere bekommen, erholen sich die Bestände langsam. Schutzgebiete sind für die Art wichtig.
Fakten
- Der Siamang ist der größte Gibbon.
- Sein Kehlsack kann beim Rufen bis auf Kopfgröße anschwellen.
- Paare singen jeden Morgen laute Duette.
Häufige Fragen
Wie groß wird ein Siamang?
Siamangs werden 75-90 Zentimeter groß und wiegen 10-15 Kilogramm.
Wo lebt der Siamang?
Auf Sumatra und der Malaiischen Halbinsel in Tiefland- und Bergwäldern.
Warum hat der Siamang einen Kehlsack?
Der Kehlsack verstärkt die lauten Gesänge, mit denen Paare ihr Revier markieren.
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