Gibbons
Nördlicher Weißwangen-Schopfgibbon
Nomascus leucogenys
Auch: Weißwangengibbon

Der Nördliche Weißwangen-Schopfgibbon, kurz Weißwangengibbon, lebt in den Regenwäldern von Laos und Vietnam. Männchen und Weibchen sehen völlig unterschiedlich aus. Die Art ist vom Aussterben bedroht.
Aussehen
Erwachsene Männchen sind schwarz und haben deutlich abgesetzte weiße Wangen sowie einen kleinen Haarschopf auf dem Kopf. Weibchen sind gelblich bis hell orange gefärbt mit einem dunklen Fleck auf dem Scheitel. Jungtiere werden hell geboren, färben sich dann schwarz um, und nur die Weibchen werden mit der Geschlechtsreife wieder hell. Die Körperlänge beträgt 45-64 Zentimeter, das Gewicht 7-8 Kilogramm.
Lebensraum und Verbreitung
Die Art kommt in Laos und Vietnam vor, möglicherweise auch noch in Südchina. Sie bewohnt tropische Regenwälder und lebt fast ausschließlich in den oberen Baumschichten. Die Tiere brauchen hohe, zusammenhängende Wälder, durch die sie sich schwinghangelnd bewegen können. Durch Rodungen sind viele Vorkommen voneinander getrennt worden.
Ernährung
Weißwangengibbons ernähren sich hauptsächlich von reifen Früchten. Ergänzt wird der Speiseplan durch junge Blätter, Knospen und Blüten. Gelegentlich fressen sie auch Insekten. Früchte werden meist hängend gepflückt, wobei die langen Arme den Tieren helfen, auch Nahrung an dünnen Zweigen zu erreichen. Als Fruchtfresser tragen sie zur Verbreitung von Pflanzensamen im Wald bei.
Verhalten und Sozialleben
Die Tiere leben paarweise mit ihren Jungtieren in einem festen Revier. Männchen und Weibchen singen gemeinsam komplexe Duette, besonders am Morgen. Diese Gesänge dienen der Reviermarkierung und der Stärkung der Paarbindung. Die Jungtiere verlassen die Familie, wenn sie erwachsen werden, und suchen sich einen eigenen Partner und ein eigenes Revier.
Gefährdung
Die IUCN stuft den Nördlichen Weißwangen-Schopfgibbon als vom Aussterben bedroht (CR) ein. Hauptursachen sind Jagd, der illegale Heimtierhandel und die Zerstörung der Wälder durch Holzeinschlag und Landwirtschaft. In Teilen des früheren Verbreitungsgebiets ist die Art bereits verschwunden. Zoos beteiligen sich an Erhaltungszuchtprogrammen.
Fakten
- Männchen sind schwarz, Weibchen gelblich gefärbt.
- Jungtiere wechseln im Laufe ihres Lebens die Fellfarbe.
- Paare singen gemeinsam komplexe Duette.
Häufige Fragen
Wo lebt der Weißwangengibbon?
In tropischen Regenwäldern in Laos und Vietnam, möglicherweise auch in Südchina.
Warum sehen Männchen und Weibchen unterschiedlich aus?
Männchen sind schwarz mit weißen Wangen, Weibchen werden mit der Geschlechtsreife gelblich - ein typisches Merkmal der Schopfgibbons.
Wie schwer wird ein Weißwangengibbon?
Weißwangengibbons wiegen 7-8 Kilogramm.
Zuletzt aktualisiert:



