Liste
Ungewöhnliche Affen und andere Primaten
Was ungewöhnlich wirkt, hängt oft von unseren Erwartungen ab. Wer bei Primaten zuerst an Schimpansen oder kleine geschwänzte Affen denkt, wird von manchen Verwandten überrascht. Eine große Nase, ein spezialisierter Finger oder ein auffällig rotes Gesicht sind jedoch keine Launen der Natur, sondern Merkmale mit einer Entwicklungsgeschichte. Auch besondere Ernährungsweisen und Formen der Kommunikation können einen Primaten unverwechselbar machen. Diese Auswahl verbindet eigentliche Affen mit Lemuren und Koboldmakis. Die Reihenfolge bewertet weder Schönheit noch Seltenheit und ist keine wissenschaftliche Rangliste. Ungewöhnlich bedeutet dabei nicht automatisch selten oder besonders stark gefährdet. Die Beispiele laden dazu ein, genauer hinzusehen und auffällige Merkmale im Zusammenhang mit Lebensraum und Verhalten zu betrachten.

1.
Nasenaffe
Nasalis larvatus
Bei männlichen Nasenaffen fällt die stark vergrößerte Nase auf. Die auf Borneo heimischen Affen halten sich häufig in Gewässernähe auf und können gut schwimmen.

2.
Fingertier
Daubentonia madagascariensis
Das Fingertier ist ein nachtaktiver Lemur mit einem auffallend dünnen, verlängerten Mittelfinger. Damit untersucht es Hohlräume und kann verborgene Nahrung erreichen.

3.
Roter Uakari
Cacajao calvus
Der Rote Uakari besitzt ein weitgehend unbehaartes, rotes Gesicht. Sein Schwanz ist im Vergleich zu dem vieler anderer südamerikanischer Affen kurz.

4.
Mandrill
Mandrillus sphinx
Mandrill-Männchen sind durch ihre kräftigen Gesichtsfarben besonders auffällig. Die Art verbindet diesen markanten Schmuck mit einem kräftigen Körperbau.

5.
Philippinen-Koboldmaki
Carlito syrichta
Der Philippinen-Koboldmaki besitzt im Verhältnis zum Kopf sehr große Augen. Dieser nachtaktive Primat ist kein eigentlicher Affe und ernährt sich ausschließlich von tierischer Nahrung.

6.
Dschelada
Theropithecus gelada
Der Dschelada unterscheidet sich durch seine starke Spezialisierung auf Gräser und Grassamen von vielen anderen Affen. Zusätzlich fällt die unbehaarte Hautpartie an seiner Brust auf.

7.
Siamang
Symphalangus syndactylus
Der Siamang besitzt einen Kehlsack, der beim Gesang sichtbar aufgebläht wird. Als Resonanzraum unterstützt er die auffällige Stimme dieses Gibbons.

8.
Kaiserschnurrbarttamarin
Saguinus imperator
Der Kaiserschnurrbarttamarin trägt einen langen, hellen Schnurrbart. Trotz dieses auffälligen Erscheinungsbildes wiegt er laut Steckbrief nur etwa 0,5 Kilogramm.

9.
Goldstumpfnase
Rhinopithecus roxellana
Die Goldstumpfnase fällt durch ihr Gesicht mit kurzer, aufgerichteter Nase auf. Ihre Ernährung umfasst auch Flechten, die in ihrem gebirgigen Lebensraum eine wichtige Ressource darstellen.

10.
Indri
Indri indri
Der Indri ist ein Lemur mit einem auffallend kurzen Schwanz. Seine lauten Gesänge bilden einen deutlichen Gegensatz zu dem Bild eines stillen Waldbewohners.
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