Altweltaffen
Japanmakak
Macaca fuscata
Auch: Rotgesichtsmakak, Schneeaffe

Japanmakaken sind die berühmten Schneeaffen, die im Winter in heißen Quellen baden. Sie leben weiter nördlich als jeder andere Primat außer dem Menschen und trotzen Temperaturen bis minus 20 Grad.
Aussehen
Japanmakaken haben ein dichtes, graubraunes Fell, das im Winter besonders lang wird, und ein leuchtend rotes Gesicht. Daher werden sie auch Rotgesichtsmakaken genannt. Der Schwanz ist mit 7-12 Zentimetern kurz. Männchen wiegen um 11 Kilogramm.
Lebensraum
Die Art lebt auf den japanischen Hauptinseln Honshu, Shikoku und Kyushu sowie einigen kleineren Inseln. Sie bewohnt Laub- und Mischwälder vom Flachland bis ins Gebirge, wo im Winter meterhoch Schnee liegt.
Baden in heißen Quellen
Im Jigokudani-Park in den japanischen Alpen baden Japanmakaken im Winter in heißen Quellen. Studien zeigen, dass das Baden ihre Stresshormone senkt. Das Verhalten wurde in den 1960er-Jahren erstmals beobachtet und verbreitete sich in der Gruppe.
Erlernte Traditionen
Auf der Insel Koshima begann 1953 ein junges Weibchen namens Imo, Süßkartoffeln im Meer zu waschen. Andere Tiere übernahmen das, und die Technik wurde über Generationen weitergegeben - eines der ersten dokumentierten Beispiele für Tierkultur.
Ernährung und Sozialleben
Japanmakaken fressen Früchte, Samen, Blätter, Knospen, Rinde, Pilze und Insekten. Sie leben in Gruppen von 20 bis über 100 Tieren mit klarer Rangordnung, in der Weibchen den Rang ihrer Mutter erben.
Fakten
- Japanmakaken leben nördlicher als jeder andere nichtmenschliche Primat.
- Manche Gruppen formen Schneebälle - offenbar nur zum Spielen.
- Die Süßkartoffel-Waschtradition auf Koshima besteht seit den 1950er-Jahren.
- Die drei Affen "Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen" stammen aus Japan.
Häufige Fragen
Warum baden die Schneeaffen in heißen Quellen?
Zum Aufwärmen im Winter. Untersuchungen zeigen, dass das Bad auch Stress reduziert.
Wo kann man Japanmakaken in heißen Quellen sehen?
Am bekanntesten ist der Jigokudani Monkey Park in der Präfektur Nagano in Japan.
Warum hat der Japanmakak ein rotes Gesicht?
Die Haut im Gesicht ist unbehaart und stark durchblutet. In der Paarungszeit wird das Rot besonders intensiv.
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