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Altweltaffen

Bartaffe

Macaca silenus

Auch: Wanderu

Bartaffe

Der Bartaffe, auch Wanderu genannt, lebt nur in den Westghats in Südindien. Er ist leicht an seiner silbergrauen Mähne zu erkennen, die das schwarze Gesicht umrahmt.

Aussehen

Bartaffen haben ein glänzend schwarzes Fell. Das schwarze Gesicht wird von einer dichten, silbergrauen bis weißen Mähne umrahmt, die wie ein Bart wirkt. Der Schwanz endet in einer kleinen Quaste, ähnlich wie bei einem Löwen. Die Körperlänge beträgt 45-60 Zentimeter, der Schwanz 25-38 Zentimeter. Männchen wiegen 5-10 Kilogramm, Weibchen 3-6 Kilogramm.

Lebensraum und Verbreitung

Die Art kommt nur in den Westghats vor, einer Gebirgskette im Südwesten Indiens. Bartaffen bewohnen immergrüne Bergregenwälder und halten sich überwiegend in den oberen Baumschichten auf. Sie meiden in der Regel offenes Gelände und vom Menschen genutzte Flächen. Ihr Lebensraum ist heute in viele kleine Waldinseln zersplittert, zwischen denen Plantagen liegen.

Ernährung

Bartaffen ernähren sich vor allem von Früchten einheimischer Regenwaldbäume. Daneben fressen sie Samen, Blätter, Blüten und Knospen. Insekten und andere kleine Tiere ergänzen den Speiseplan und liefern Eiweiß. Weil sie auf bestimmte Fruchtbäume angewiesen sind, brauchen sie intakten, artenreichen Regenwald. Mit Backentaschen können sie Nahrung kurzzeitig speichern.

Verhalten und Sozialleben

Bartaffen leben in Gruppen mit einem erwachsenen Männchen, mehreren Weibchen und Jungtieren. Die Gruppen sind meist eher klein. Das Männchen verteidigt die Gruppe gegen andere Männchen und ruft laut, um seine Anwesenheit zu zeigen. Bartaffen sind tagaktiv und verbringen viel Zeit mit Fressen und gegenseitiger Fellpflege in den Bäumen.

Gefährdung

Die IUCN stuft den Bartaffen als stark gefährdet (EN) ein. Die Bergregenwälder der Westghats wurden großflächig für Tee-, Kaffee- und andere Plantagen gerodet. Straßen und Siedlungen zerschneiden die verbliebenen Wälder. Weil Bartaffen offenes Gelände meiden, sind viele Gruppen isoliert. Schutzgebiete in den Westghats sind für ihr Überleben entscheidend.

Fakten

  • Bartaffen leben nur in den Westghats in Südindien.
  • Die silbergraue Mähne umrahmt das schwarze Gesicht.
  • Der Schwanz endet in einer kleinen Quaste.

Häufige Fragen

Wo lebt der Bartaffe?

Nur in den immergrünen Bergregenwäldern der Westghats in Südindien.

Wie groß wird ein Bartaffe?

Bartaffen werden 45-60 Zentimeter groß, der Schwanz misst 25-38 Zentimeter.

Was frisst ein Bartaffe?

Vor allem Früchte, dazu Blätter, Samen und Insekten.

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