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Halbaffen und Lemuren

Plumplori

Nycticebus bengalensis

Auch: Bengal-Plumplori

Plumplori

Der Plumplori, genauer Bengal-Plumplori, ist ein nachtaktiver Feuchtnasenaffe aus Süd- und Südostasien. Er bewegt sich langsam und bedächtig und gehört zu den wenigen giftigen Säugetieren.

Aussehen

Plumploris haben einen rundlichen Körper mit dichtem, wolligem, graubraunem Fell. Über den Rücken verläuft ein dunkler Streifen, um die großen, nach vorn gerichteten Augen sitzen dunkle Ringe. Der Schwanz ist nur ein kurzer Stummel. Die Körperlänge beträgt 26-38 Zentimeter, das Gewicht 1-2 Kilogramm. Hände und Füße greifen sehr kräftig.

Lebensraum und Verbreitung

Die Art ist von Nordostindien und Bangladesch über Myanmar bis Vietnam und Südchina verbreitet. Plumploris bewohnen tropische Wälder, sowohl immergrüne als auch laubabwerfende Wälder. Sie leben in den Bäumen und bewegen sich langsam von Ast zu Ast, ohne zu springen. Tagsüber schlafen sie zusammengerollt im dichten Geäst.

Ernährung

Plumploris ernähren sich vor allem von Baumsäften und Gummi, die sie durch Annagen der Rinde gewinnen. Daneben fressen sie Insekten, Schnecken, Nektar und Früchte. Gelegentlich erbeuten sie auch kleine Wirbeltiere. Ihre langsame Fortbewegung hilft ihnen, sich unbemerkt an Beute heranzuschleichen.

Verhalten und Sozialleben

Plumploris sind nachtaktive Einzelgänger. Sie markieren ihr Revier mit Urin und Duftstoffen. Eine Drüse am Oberarm sondert ein Sekret ab, das sie ablecken und mit Speichel mischen. Der Biss wird dadurch giftig und kann auch bei Menschen starke Reaktionen auslösen. Das Gift dient vermutlich der Verteidigung und Auseinandersetzungen mit Artgenossen.

Gefährdung

Die IUCN stuft den Plumplori als stark gefährdet (EN) ein. Hauptbedrohung ist der illegale Wildtierhandel: Plumploris werden als Haustiere verkauft oder in der traditionellen Medizin verwendet. Für den Handel werden ihnen oft die Zähne gezogen. Hinzu kommt der Verlust der Wälder. Videos von gekitzelten Loris haben den Handel zusätzlich angeheizt.

Fakten

  • Eines der wenigen giftigen Säugetiere (Drüse am Arm).
  • Plumploris springen nie, sie klettern langsam.
  • Der Schwanz ist nur ein kurzer Stummel.

Häufige Fragen

Ist der Plumplori giftig?

Ja, er mischt das Sekret einer Drüse am Arm mit Speichel, wodurch sein Biss giftig wird.

Wo lebt der Plumplori?

Von Nordostindien und Bangladesch über Myanmar bis Vietnam und Südchina in tropischen Wäldern.

Was frisst ein Plumplori?

Baumsäfte, Insekten und Früchte.

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