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Vergleich

Kapuzineraffe vs. Totenkopfaffe: die Unterschiede

Kapuzineraffen und Totenkopfaffen sind Neuweltaffen und besitzen auf den ersten Blick einen ähnlichen Grundbauplan. Unterschiede zeigen sich besonders bei Gewicht, Schwanzfunktion und Nahrungssuche. Der Kapuziner-Steckbrief ist eine Übersicht über mehrere Arten. Deshalb beschreibt der Vergleich typische Merkmale und keine ausnahmslos gültigen Grenzen.

MerkmalKapuzineraffeKapuzineraffeTotenkopfaffeTotenkopfaffe
Wissenschaftlicher NameCebus und SapajusSaimiri sciureus
GruppeNeuweltaffenNeuweltaffen
Körperlänge (cm)30-5625-37
Schwanzlänge (cm)30-56 (Greifschwanz)35-45
Gewicht (kg)1,5-50,6-1,1
Lebenserwartung (Jahre)ca. 15-25 (Zoo bis über 45)ca. 15 (Zoo über 20)
VerbreitungHonduras bis NordargentinienNordöstliches Südamerika: Guayana-Länder, Nordbrasilien
LebensraumFast alle WaldtypenRegen- und Galeriewälder
ErnährungAllesfresser: Früchte, Nüsse, Insekten, Eier, kleine WirbeltiereInsekten, Früchte
SozialstrukturGruppen aus 10-40 TierenGroße Gruppen aus 20-75 Tieren
GefährdungJe nach Art unterschiedlich (VAR)Nicht gefährdet (LC)

Verbreitung und Körpergröße

Kapuzineraffen kommen laut Übersichtssteckbrief von Honduras bis Nordargentinien vor. Für den Totenkopfaffen wird das nordöstliche Südamerika mit den Guayana-Ländern und Nordbrasilien angegeben.

Kapuzineraffen wiegen 1,5-5 Kilogramm, Totenkopfaffen 0,6-1,1 Kilogramm. Die angegebenen Gewichtsspannen überschneiden sich nicht. Auch bei der Kopf-Rumpf-Länge fällt der Kapuziner mit 30-56 Zentimetern meist größer aus; beim Totenkopfaffen werden 25-37 Zentimeter genannt.

Schwanz und Nahrungssuche

Der Kapuziner-Steckbrief beschreibt einen Greifschwanz. Er kann beim Klettern Halt geben. Beim Totenkopfaffen dient der Schwanz dagegen vor allem dem Gleichgewicht und ist kein Greiforgan. Ein langer Schwanz erfüllt bei diesen beiden Beispielen also nicht dieselbe Funktion.

Kapuzineraffen sind vielseitige Allesfresser. Zu ihrer Nahrung gehören Früchte, Nüsse, Insekten, Eier und kleine Wirbeltiere. Totenkopfaffen fressen vor allem Insekten und Früchte. Beide suchen beweglich im Wald nach Nahrung, unterscheiden sich aber in der Bandbreite der genutzten Ressourcen.

Gruppenleben und Gefährdung

Für Kapuzineraffen nennt der Steckbrief Gruppen aus 10-40 Tieren. Beim Totenkopfaffen sind es 20-75 Tiere. Diese Spannen überschneiden sich, obwohl beim Totenkopfaffen größere Verbände angegeben werden.

Der Totenkopfaffe wird im Steckbrief als nicht gefährdet (LC) geführt. Für Kapuzineraffen ist die Einstufung je nach Art unterschiedlich. Ein pauschaler Vergleich des Gefährdungsgrades wäre deshalb irreführend.

Fazit

In Südamerika können sich die Verbreitungsgebiete beider Gruppen überschneiden, und gelegentlich sind sie sogar gemeinsam unterwegs. Trotzdem lassen sie sich gut unterscheiden: Totenkopfaffen sind deutlich kleiner, haben ein helles Gesicht mit dunkler Schnauze und bewegen sich in großen, quirligen Gruppen. Kapuzineraffen sind kräftiger, nutzen ihren Greifschwanz zur Sicherung und bearbeiten Nahrung oft geschickt mit den Händen.

Auch bei der Lebenserwartung zeigt der Steckbrief Unterschiede: Kapuzineraffen werden etwa 15-25 Jahre alt, Totenkopfaffen etwa 15 Jahre. Beide Gruppen sind Neuweltaffen mit breiter Nasenscheidewand und seitlich gerichteten Nasenlöchern.

Häufige Fragen

Welcher ist leichter?

Der Totenkopfaffe wiegt laut Steckbrief 0,6-1,1 Kilogramm, Kapuzineraffen dagegen 1,5-5 Kilogramm.

Haben beide einen Greifschwanz?

Nein. Der Kapuziner-Steckbrief nennt einen Greifschwanz; der Schwanz des Totenkopfaffen dient vor allem dem Gleichgewicht.

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